| Aufruf Armut bekämpfen - statt Arme zu diskriminieren. Demo und Kundgebung 17.10.2008 | | Drucken | |
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Seit 1987 protestieren jährlich am 17. Oktober auf allen Kontinenten Menschen, die Armut aus eigener Erfahrung kennen bzw. Elend und Ausgrenzung ablehnen. Armut ist ein globales Problem und hat die verschiedensten Gesichter und Ausprägungen. Sie reichen von Hunger, Unter- und Mangelernährung; schlechtem Gesundheitszustand und Krankheitsanfälligkeit; geringer Lebenserwartung, hoher Säuglings- und Kindersterblichkeit; niedrigem Bildungs- und Ausbildungsstand, Erwerbslosigkeit, Einkommensarmut und Unterbeschäftigung; menschenunwürdigen Wohnverhältnissen, Obdachlosigkeit, unzureichender Bekleidung bis hin zu sozialer Entwurzelung und Ausschluss vom gesellschaftlich-kulturellen Leben. Demonstriert mit uns für eine Welt ohne Armut und Ausbeutung! Armut ist mit Menschenrechten unvereinbar!Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte deshalb 1992 den 17. Oktober zum "Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut". Es folgten 1996 das "Internationale Jahr zur Überwindung der Armut", 1997 bis 2006 die Dekade mit dem gleichen Anliegen und die Formulierung der Milleniumsziele im Jahre 2000 mit dem Ziel, den Anteil extrem armer Menschen an der Bevölkerung bis zum Jahre 2015 auf die Hälfte des heutigen Standes zu drücken. Kurz vor dem für das Jahr 2010 ausgerufenen "Europäischen Jahr zur Überwindung der Armut", sind die Ergebnisse niederschmetternd. Die Industriestaaten behaupten bis heute ihre politische, ökonomische und militärische Vormachtstellung. Viele Länder des Trikont konnten bis heute dem Teufelskreis der Armut und Abhängigkeit nicht entkommen. Den Industriestaaten ist es dabei gelungen, sich zur "Retterin der Armen" und Verfechterin einer gerechteren Globalisierung zu stilisieren. Doch ihnen geht es nur um ihre energie- und rohstoffpolitischen oder anderen ökonomischen Eigeninteressen unter Ausnutzung der armen und ärmsten Länder als Niedriglohnländer bzw. Lieferanten von Arbeitskräften.In den Industriestaaten, in denen bisher (mehr oder weniger) soziale Standards verankert waren, läuft ein Prozess der Verstärkung sozialer Ungleichheit ab. Spiegelbildlich zum außenpolitischen Kahlschlag vollzieht sich ein entsprechender Wandel auch in der deutschen Innenpolitik. Die zunehmende Durchdringung aller Lebensbereiche (Gesundheit, Bildung, öffentliche Dienste usw.) durch das Marktprinzip führt auch in diesen zur zunehmenden Verarmung weiter Bevölkerungskreise. Deshalb fordern wir:
Demonstriert mit uns für eine Welt ohne Armut und Ausbeutung! Freitag, 17. Oktober 2008, den "Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut"11.00 Uhr: Auftaktkundgebung vor dem Roten Rathaus13.00 Uhr: Abschlusskundgebung vor der Senatsverwaltung für Finanzen, Klosterstr. 59Für ein großes Bündnis! Unterschrift bitte an folgende Mail-Adresse einsenden! stegeman at zedat.fu-berlin.de (Dirk Stegemann, Tel.: 0177/1768633) V.i.S.d.P.: Arbeitskreis "Marginalisierte - gestern und heute!", Dirk Stegemann, c/o Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin Tags:
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 27. November 2008 um 16:31 Uhr |


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